Alle meine Traumberge sind Vulkane. Die form ist es, die mich fasziniert, das Gleichmäßige, das nach oben strebt und darin ist der Cotopaxi sicherlich vollkommen. Mein Lieblingsberg, 5895 Meter hoch.
Zwanzig Stunden stand unser Zelt bei Windstille auf dem winzigen Plateau der höchsten Stelle des schmalen Kraterrandes. Der Königsberger Arnhard Schütte mit seiner Trompete, Lutz Hänel, Langlauftrainer aus Oberwiesenthal, Ulf Dalibor, der ruhige Wilde aus Sellin und ich waren am Ende des Weges. Jetzt konnte ich, die Füße auf der Erde, dem Himmel nicht näher kommen. Tief unten bedeckt das graue Wolkenmeer, wie eine schwebende Scheibe im All, alles Irdische. Ich spüre die Winzigkeit meines Daseins und bin der Natur dankbar, die mich duldet und das erleben läßt. 6.20 Uhr in der Morgendämmerung steigt über den Grat Hansi Adam uns im Alleinaufstieg förmlich in die Kamera. Kalle Coburg wartet in der Berghütte.
.Freundliche zuverlässige Menschen, Banos mit seinen Thermalbädern, den hartgekochten Eiern, dem Hard Rock Cafe und unser Akklimatisierungsberg, der Fünftausender Tungurahua bleiben mir in guter Erinnerrung. Der Windstille Gipfel des 6300 Meter hohen Chimborazo, der Aufstieg ist ein stundenlanger Kampf meines Körpers mit meinem Geist.

Gehe ich in die Berge entferne ich mich bewusst von meiner mich sonst umgebenden Welt. Es ist eine Flucht vor dem Lärm, kein Wunsch nach Einsamkeit, es ist eine Suche nach dem Reinen.

Danach - Pazifik, Hängematte, Cuba-Libre und Neil Young.